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Monte Sant’Angelo
Die geschichtliche Hauptstadt des Gargano trägt den Namen von S. Arcangelo Michele, erschienen als Heiliger im Jahre 492 und 493. Der Kult um den heiligen S. Michele zieht seit jeher Tausende von Pilgern aus ganz Europa in seine Grotten. Unter ihnen Päpste, Könige und Pilger auf dem Weg nach Jerusalem. Auch heute noch, am 29. September, zieht eine Pilgerschar zu Fuß auf dem heiligen Weg des San Michele zu seiner Grotte. Sehenswert ist in Monte Sant’Angelo der achteckige Turm der Basilika, aber auch das Kastell, das Grab des Rotari und die Kirche S. Maria delle Grazie. Um die Seele der Bevölkerung auf dem Gargano besser zu verstehen, sollte man einen Besuch des Museums der Traditionen und Volkskünste einplanen. In den Strassen des alten Stadtviertels finden Sie Kunsthandwerk und lokale Gastronomische Erzeugnisse. Mit dem Bike können Sie die bedeutende Einsiedelei des S. Maria di Pulsano erreichen, von wo aus Sie eine wunderbaren Ausblick auf das gleichnamige Tal geniessen . Auf dem Weg zur Einsiedelei fahren Sie an alten steinernen, von Hirten errichten, Unterschlüpfen vorbei. Entlang der beiden Talflanken sind die kleinen Grotten der Eremiten zu sehen.
Mattinata
Ein kleiner Ort welcher seit jeher von der Landwirtschaft lebt. Aber auch hier, dank der schönen Lage am Meer und den umliegenden bewaldeten Hügeln, breitet sich langsam der Tourismus aus. Ein Besuch der Meeresgrotten an der Küste zwischen Mattinata und Vieste lohnt sich. Mit dem Bike erreicht man den Monte Saraceno wo sich die Necropole aus der Daunia Epoche befindet. Ebenfalls zu empfehlen ist ein Ausflug zum antiken Benediktiner Kloster auf dem Monte Sacro. In der Stadt ist die alte Farmacia Sansone ein Geheimtipp, dort ist ein Sammlung von archäologischen Gegenständen zu besichtigen.
Vico del Gargano
Besucher zählen den alten Stadtteil von Vico zu den schönsten im Gargano. Wenn man den kleinen alten Gassen entlang geht, spürt man, dass hier das alltägliche Leben wie seit jeher seinen Lauf nimmt. Bei einem Besuch der alten Stadtviertel können Sie den Trappeto Maratea, eine antike Ölpresse, besichtigen. Besuchen Sie den Palazzo „Della Bella“, oder das Kapuziner Kloster mit seinen uralten Eichen lädt zu einem Bummel ein. Sehen Sie sich die Kirche Suffragio und die Mutterkirche an, wo am 14 Februar das Fest des Heiligen S. Valentin gefeiert wird. Dazu schmückt die Gemeinde die Kirche mit Zitrusfrüchten. Sehenswert ist auch die Necropole aus der Steinzeit des Monte Tabor, ca 200 Meter vom Liceum entfernt. Mit dem Bike erreicht man auch in kurzer Zeit den Monte Pucci (mit der verlassenen paläontologischen Stadt) unweit des Bahnhofs der Eisenbahn Calenella. Die Landschaft um Vico del Gargano ist vielleicht die interessanteste auf der Gargano Halbinsel. Geprägt durch seine Zitrushaine und den vielen Feldern, entsteht eine Harmonie und ein sehr charakteristisches Landschaftsbild.
Peschici
Peschici hat einen sehr starken Slawischen Ursprung. Der antike Name „Pesclize“ bedeutet demzufolge, kleiner, auf den Felsen gebauter Ort. Viele Familiennamen haben auch heute noch ihre Verwandten auf der gegenüber liegenden Küste der Adria. Bei einem Bummel durch die Altstadt entdecken Sie charakteristische Produkte und Kunsthandwerk, begleitet vom typischen „Singsang“ des örtlichen Dialektes. Zu besichtigen ist auch die Mutterkirche, wo am 2. Juli das Fest des Patronen S. Elia statt findet. Unweit der Stadt, mit dem Bike in wenigen Minuten erreichbar, steht der Komplex der „ Abbazia di S. Maria di Calena“. Weiter dem Weg folgend, kommt man zum Torre Monte Pucci, von wo man bei klarer Sicht verschieden Kroatische Inseln sehen kann. Gleich unterhalb des Spanischen Aussichtsturmes aus dem fünften Jahrhundert (dieser diente als Verteidigung gegen die Attacken der Saraschenen), befindet sich der Trabucco mit seinen imposanten Antennen. Entlang der Küste Richtung Vieste sind ca. 12 solche verteilt. Um diese zu besuchen, fragt man einfach den Besitzer um Erlaubnis. Dem Fischfang auf dem Trabucco beizuwohnen, ist ein unvergessliches Erlebnis und führt uns in vergangene Zeiten zurück.
Vieste
Am äußersten Punkt der Gargano Halbinsel gelegen, war Vieste seit der Vorsteinzeit bewohnt. Seine Geschichte wurde geprägt von Päpsten und Königen. Unvergessliche Narben hinterließ jedoch die Plünderung durch Dragut Rais im Jahre 1554. Der Fels „Chianca Amara“ in der Nähe der Kathedrale, erinnert an den Ort des Geschehens. Um eine vollständiges Bild der Stadt zu erhalten, empfiehlt sich beim oberen Tor (Port ad Alt) zu beginnen und bis zum untern Tor (Port d’ Basc’) zu gehen. Sie treffen so auf die Kathedrale, das Battistero (Auditorium S. Giovanni), den Bischofssitz, das Stadtmuseum und das Kastell. Von der vorgelagerte Piazza sieht man die Kirche S. Francesco mit den charakteristische Trabucco. Der Trabucco, unter dem Patronat des WWF, kann während der Sommerzeit besucht werden. Bevor Sie die Altstadt verlassen, schlendern Sie durch die Gassen zum „Largo Seggio“ mit seiner Sonnenuhr, umgeben von vielen kleinen Bodegen welche Kunsthandwerk und gastronomische Spezialitäten anbieten. Im weiteren empfehlen wir einen Abstecher per Bike zur Necropoli La Salata, ebenfalls unter dem Patronat des WWF, ca. 7,5 km von Vieste entfernt Richtung Peschici. Auf dem Weg dahin, wo sich heute die Kirche S. Maria di Merino befindet, sind die Überreste des antiken „Merinum“ integriert. Dahin führt am 9. Mai ein grosser Pilgerzug mit anschließendem Fest.

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